Freihandelszonen

Freihandelszonen entstehen meist aus Freihandelsabkommen oder multilaterale Abkommen.
Da sich die Zahl der Handelsabkommen von 1995 bis 2004 verdoppelt hat und derzeit über weitere Diskutiert wird, müssen Handelsabkommen nicht ohne Bedeutung sein.
So befinden sich heute nahezu alle Länder, die in der WTO vertreten sind, ausgenommen der Mongolei, in einem Handelsabkommen.
Freihandelszonen haben das übergeordnete Ziel beiden, bzw. allen Vertragspartnern Vorteile in Güterverteilung und eine Steigerung des Außenhandels zu bringen.
Die Welthandelsorganisation fördert die Bildung von Freihandelsabkommen.
Zum einen, weil die Aufhebung von Handelshemmnissen im Sinne der WTO sind, zum anderen wird den Entwicklungsländern, durch deren Einbindung der Zugang zu den Märkten der Industrieländer zugänglich gemacht. Durch den Wegfall einiger Zölle haben die Entwicklungsländer die Chance, in der Freihandelszone marktfähig zu sein. Andererseits werden durch den Wegfall der Zölle Einnahmeverluste in Kauf genommen.
Freihandelszonen unterstützen die Ziele der WTO, nämlich den Handel zu liberalisieren und einen unbegrenzten Handel ohne Handelshemmnisse zu schaffen. Denn Freihandelszonen bedeuten nicht die Abschottung von anderen Märkten, sondern die Öffnung zu den Märkten der Vertragspartner.Da regionale Freihandelsabkommen nur über eine geringe Anzahl von Handelspartnern verfügen, gestaltet es sich einfacher, das Abkommen an wirtschaftliche Geschehnisse anzupassen. Zudem ist die Überwachung und Durchsetzung von Neuerungen in regionalen Abkommen einfacher als in größeren oder der gesamten WTO, sodass Freihandelslabkommen die WTO, die den Welthandel kontrollieren, in gewissen Punkten sogar indirekt unterstützt. Gleichzeitig werden Drittstaaten, die nicht Partner im Freihandelsabkommen einer Region sind, nicht ausgegrenzt, haben es aber schwerer auf dem Markt zu konkurrieren, da sie durch die zu Zahlenden Zölle teurer sind und daher eher auf Produkte oder Dienstleistungen aus der jeweiligen Region aufgrund des niedrigeren Preises zurückgegriffen wird. Daraus erfolgt eine gewisse Abgrenzung der einzelnen Freihandelszonen gegenüber den anderen auf dem Weltmarkt. Genau das darf nach den Grundprinzipien der WTO nicht geschehen. Laut dem Prinzip der Meistbegünstigung, müssen Handelsvorteile allen Mitgliedstaaten in gleicher Weise gewährt werden. Bei regionalen Freihandelsabkommen ist dies aber eigentlich nicht gegeben. Demnach ist das Handelsabkommen nur WTO-konform und somit erlaubt, wenn die nicht im Abkommen beteiligten Staaten nicht benachteiligt werden. Außenzölle, wie in einer Zollunion vorhanden sind, dürfen nicht erhöht werden. Es dürfen nur Zölle oder Handelsbarrieren gesenkt oder ganz abgeschafft werden.Entwicklungsländer ziehen aus Freihandelsabkommen, gegenüber Industriestaaten, einen eher geringeren nutzen, da sie meist über dieselbe Produktionsstruktur verfügen und sich selbst eine größere Konkurrenz als eine ergänzende Struktur bieten. Als wichtige Handelspartner bieten sich daher die Industriestaaten an, da diese nicht über die Produktionsstruktur verfügen, wie die Entwicklungsländer. Entwicklungsländer bilden daher ein Friehandelsabkommen mit beispielsweise der EU. Das bringt den Entwicklungsländern meistens auch den Vorteil, dass von den Industriestaaten die Infrastruktur der Entwicklungsländer ausgebaut werden, um die Produkte in die Industrieländer transportieren zu können.
Regionale Freihandelszonen sind daher wichtig für den Welthandel, weil Firmen durch Arbeitsteilung in der jeweiligen Region die Produktionskosten senken können und somit Weltmarktfähig bleiben. Ohne Freihandelszonen würde es außerdem deutlich mehr Handelshemmnisse geben, da durch diese z.B. Zölle abgebaut werden, was große Bedeutung für den Weltmarkt hat. Freihandelszonen, wie die der EU können außerdem Entwicklungsländern helfen, in den Markt von Industrieländern zu gelangen. Aber gerade am Beispiel der EU, können auch Integrationsprojekte in Afrika durch ihre eigene Freihandelszone zerstört werden. Auch kann eine Freihandelszone dafür sorgen, dass ein Unternehmen, was aufgrund der Globalisierung seinen Standpunkt verändert hätte, aufgrund des Wegfalls von Zöllen in der Region bleibt.
Zusammenfassend gesagt bringen regionale Freihandelszonen sowohl Vor- als auch Nachteile, sie Fördern so z.B. die Integration von Entwicklungsländern in den Welthandel, grenzen sich aber teilweise von Firmen in anderen Freihandelszonen ab, da die Produkte aufgrund der Zölle teurer sind und somit nicht gekauft werden.