Raumordnungskonzepte

Eine Zusammenstellung von Konzepten der Raumordnung
Zentrale Orte:
Das Raumentwicklungsprinzip der Zentralen Orte von Walter Christaller ist das wichtigste Konzept (1930)

  • zentraler Ort = Versorgungsfunktion
  • jedes Gebiet ist gleich ausreichend Versorgt
  • Konkurrenzkämpfe bei Mittelzuweisungen –> meist bedeutenstes Zentrum als Gewinner; sonst gleiche Chancen für Entwicklung
  • Schwäche: Das Konzept geht von gleicher Verteilung von Bedürftnissen, selben Leistungen, exakt gleichen Bürgern, keinen Flüssen usw. aus, sodass dieses Prinzip nicht funktionieren kann–> kann nur im Wabensysthem nach Christaller angewand werden

Entwicklungsachsen:

  • Siedlungsentwicklung auf Achsen; keine Ringförmige Entwicklung
  • Ausgehend vom Oberzentrum
  • Funktion: Verdichtungsräume durch Verkehr und Kommunikationsbänder verbinden
  • Stärke: weiter entfehrnte Orte können angebunden werden; Standortvorteile an den Achsen; Komprimierung des Verkehrsaufkommen an den Achsen –> Entlastung anderer Flächen
  • Schwäche: finanzielle Schwierigkeiten

 

Wachstumspole:

  • Ansatz: ungleiches ökonomishes Wachstum
  • Gunnar Myrdal
  • Wirtschaft verbessert sich, wenn eins von Angebot, Nachfrage, Arbeitsplätze, Investitionen sich verbessert (stärken werden ausgebaut) –> bei negativen Veränderungen ändern sich auch andere Faktoren neagtiv (Leuchtturmeffek)
  • Struckturschwache Räume werden vernachlässigt
  • Wachstumspol bildet ein Ort mit zentraler Lage; bietet für Unternehmen Agglomerationsvorteile
  • ist mit geringen finanziellen Möglichkeiten wirksam

Metropolregionen:

  •  Gebiet, welches sich durch herausragende Funktionen über nationale Grenzen hinausstrahlt (Motor gesamtgesellschaftlicher und räumlicher Entwicklung)
  • Stärken: ernorm hohe Wirtschaftskraft; sehr gute Infrastruktur; Telekommunikationsmöglichkeiten; potential qualifizierter Arbeitskräfte; attraktiv für Unternehmenssiedlungen
  • Gefahr: Gebiete außerhalb werden weniger gefördert, was zu Umsiedlungen führen kann

Technologieregion:

  • spezialisiert auf ein Gebiet (z.B. Luftfahrt)
  • Schwäche: punktuelle, regionale Förderung kann zu wirtschaftlichen Disparitäten führen
  • da Konflikt zwischen beiden: endogene Regionalentwicklung

endogene Raumentwicklung:

  • jede Region hat unterschiedliche “Begabungen”
  • Potentiale müssen identifiiziert und genutzt werden

Vorranggebiete:

  • auf eine bestimmte Nutzung spezialisiert
  • verschiedene Förderung entsprechend der Entwicklungspotentiale
  • Nachhaltig

Regionalmarketing:

  • Stärke: Gesamtregion stärkt sich untereinander; Flächenreserven werden gemeinsam genutzt
  • Schwäche: Konkurrenzkampf
  • soziale, kulturelle und weltpolitische Ziele werden benachteiligt